Am Fastnachtssonntag, dem 15. Februar, begeht die Schwarze Schar ihr großes Jubiläum und lädt um 18.30 Uhr zum großen Festakt am „Alten Pennal“, dem heutigen Justizgebäude neben der Evangelischen Stadtkirche, ein. Seit 175 Jahren lesen die dunklen Gesellen der Stadtprominenz die Leviten.
Ein Vortrag der Spottverse der Schnitzelbank findet dort nicht statt. Diese kommen erst anschließend zur Aufführung, wenn die schwarz vermummten Fastnachter wie gewohnt durch die Wirtschaften ziehen.
1851
Gründung „Der Pennäler Schnitzelbank“.
Eine mögliche Legende besagt, dass junge Referendare aus Tübingen nach Ellwangen kamen und im Geiste der 1848er-Revolution nach einem Ventil suchten, der Obrigkeit den Spiegel vorzuhalten. Der Nachwuchs für die gegründete Schnitzelbank wurde im Ellwanger Pennal rekrutiert: die Geburt der Pennäler Schnitzelbank.
1883
Zu dieser Zeit trat die Schwarze Schar neben Trommeln auch mit Hörnerklang auf.
1901
Jubiläumsaufführung in den Ellwanger Wirtshäusern mit 15 bis 20 Mitgliedern. Auftakt in der sogenannten „Zinkei“, dem Jägerhaus.
1907
Mehrere junge Frauen fanden sich zusammen und stifteten ein mit Gold besticktes Band mit der Aufschrift „Tanzstunde 1906“. Die Tradition der Tanzstundendame war geboren.

1914–1921
Nach 1914 bot der Erste Weltkrieg wenig Anlass zum Scherzen. Erst 1921 erschien wieder eine Versliste der Schwarzen Schar.
1926
Die „Pennäler Schnitzelbank“ begeht ihr 75-jähriges Jubiläum.
1947
Während des Zweiten Weltkriegs fand keine öffentliche Aufführung der Schwarzen Schar statt. Erst 1947 erschien wieder eine Versliste, die von der US-Besatzungsmacht genehmigt wurde.
1951
Einführung des Sauordens: Zum 100-jährigen Jubiläum führt der Fastnachtsbund seinen eigenen Orden ein, der an Ellwangerinnen und Ellwanger verliehen wird, die sich um die Fastnacht verdient gemacht haben.
Zur Jubiläumsaufführung zog die Schwarze Schar das erste Mal mit Fackeln in die Stadt. Von Rotenbach kommend zog die Schnitzelbank über den Schießwasen und die Jagstbrücke zum Jubiläums-Festakt vor das Pennal. Die dunklen Gesellen wurden von der Stadtkapelle empfangen.
1969
Die lateinische Schrift löst die handschriftlichen Verse ab und sorgt bis heute für eine bessere Lesbarkeit der Verse.
2026
Die Schwarze Schar feiert ihr 175. Jubiläum mit einem Festakt vor dem alten Pennal.
Nun erzählt die „Pennäler Schnitzelbank“ mithilfe einer ganz besonderen Freundin ihre Geschichte auch online: Die Nacht erzählt von Der Pennäler Schnitzelbank – 175 Jahre


Fotos: opo
Großer Festakt zum 175. Jubiläum 2026
Wann: 15.02. um 18.30 Uhr
Wo: Altes Pennal, heutiges Justizgebäude neben der Evangelischen Stadtkirche
Danach: Vortrag der Spottverse in den Ellwanger Wirtschaften
Hier die Lokalreihenfolge: Punto – Le Palme – Stadtcafé – Kanne – Irish Pub – Taverna – Retsina – Popina – Roter Ochsen – Goldener Adler – Tzatziki (ehemals Kronprinzen) – Taj Mahal – Jeningenheim



