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Kinderzeche 2025
18. Juli – 27. Juli
Die Kinderzeche in Dinkelsbühl ist ein Kinder- und Heimatfest mit einzigartigem Programm, das auf ein im 17. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähntes Schulfest zurückgeht. In dem seit 1897 aufgeführten Festspiel wird eine lokale Sage nachgespielt, nach der im Dreißigjährigen Krieg Dinkelsbühler Kinder die Stadt vor den Schweden gerettet haben sollen. Sie steht im Zusammenhang mit der Belagerung der Stadt im Jahre 1632. Seit dem Jahr 2016 befindet sich das Fest auf der Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland.
Das historische Festspiel lässt unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern der Klassen eins bis acht aller Dinkelsbühler Schulen und von weiteren 1100 Aktiven die Geschichte der Stadt lebendig werden.
Die Kinderzeche findet jährlich an den Wochenenden um den dritten Montag im Juli statt. Das Festspiel wird insgesamt sieben Mal aufgeführt. An beiden Sonntagen sowie am Montag schließt sich dem ein Festzug an, an dem historische Gruppen und Schulklassen der Jahrgangsstufen eins bis acht teilnehmen. Um dem Ursprung des Festes als Kinderfest Rechnung zu tragen, werden am Dienstag alle teilnehmenden Kinder mit der sogenannten Dinkelsbühler Kinderzech-Gucke, einer mit Süßigkeiten gefüllten Tüte, beschenkt.
Außerdem werden an mehreren Tagen historische Kinder- und Reigentänze aufgeführt. Um all dies zu organisieren, beginnen in der Regel jedes Jahr um Ostern Proben und Vorbereitungen für das Fest.
Dinkelsbühl ist eine Stadt der Parität. Diese wurde der Stadt im Westfälischen Frieden zugestanden. Sie stellte damit eine absolute Besonderheit im Alten Reich dar, das bis 1806 existierte. Die Parität bedeutete die gleichberechtigte Teilhabe an den innerstädtischen Entscheidungsprozessen für beide Konfessionen. Für die Protestanten der Stadt war das ein großer Erfolg, da sie, trotz ihrer zahlenmäßig deutlichen Überzahl bis 1648 nur wenig, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts dann kein Mitspracherecht im Stadtmagistrat gehabt hatten.
Durch die Historisierung der Kinderzeche in der Zeit um 1897 und der damit verbundenen Schaffung des historischen Festspiels wurde den im Glauben tief gespaltenen Bürgern die Möglichkeit eröffnet, ohne Rücksicht auf Konfessionen, gemeinsam die Geschichte der Stadt im Rahmen eines Heimatfestes zu feiern.
100 Jahre Trommler und Pfeifer
Ursprünglich aus dem Spielmannszug des SPD-nahen Reichsbanners entstanden und von Mitgliedern des Arbeiterturnvereins gegründet, jährt sich diese Gründung des schwedischen Trommler- und Pfeifer-Corps im Jahre 2025 zum 100. Mal. Anlass war die Aufführung eines Schwertertanzes, der
heute einen Höhepunkt der Auftritte des Zunftreigens markiert. Seit dieser Zeit begleiten die Trommler und Pfeifer nicht nur die Auftritte des Zunftreigens, sondern sorgen sowohl beim historischen Festumzug der Kinderzeche, als auch bei diversen Veranstaltungen für gute Stimmung bei den Zuschauern und Zuhörern. Um dieses besondere Ereignis in den Fokus zu stellen, hat sich der Kinderzechvorstand entschlossen das Festabzeichen des Jahres 2025 mit den Trommlern und Pfeifern zu schmücken.
Vorführungen und Ausschank im Schwedenlager
Das Schwedenlager an der Kinderzeche in Dinkelsbühl ist eine spannende und lebendige Veranstaltung: Während der Kinderzeche wird das Lager aufgebaut, in dem die Teilnehmer in historischen Kostümen schlüpfen und das Leben im 17. Jahrhundert nacherleben. Es ist eine tolle Gelegenheit,
mehr über die Geschichte Dinkelsbühls und die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zu lernen. Das Lager bietet spannende Aktivitäten, Spiele und Einblicke in das damalige Leben – ein Erlebnis, das sowohl lehrreich als auch unterhaltsam ist! Seit diesem Jahr bieten die „Schweden“
dort an den beiden Sonntagen (20. und 27.07.25) sowie am Kinderzechmontag (21.07.25) ein neues Programm für ihre Besucher an: Von 10 Uhr bis 10:45 Uhr finden Schwedentänze und Auftritte der Rauschpfeiffen statt. Auch die Musketiere und die Pikeniere präsentieren sich. Außerdem gibt es für alle durstigen Besucherinnen und Besuchereinen Ausschank am Schwedenlager, der an den Sonntagen von 09:30 Uhr bis 12 Uhr und am Montag von 09:30 Uhr bis 11:30 Uhr geöffnet hat.
Schlusszeiten in der Altstadt
Die Hauptveranstaltung in der Altstadt soll auch 2025 wieder der „Tanz auf dem Weinmarkt“ sein. Daher wurden folgende Schlusszeiten für den Ausschank im Außenbereich festgelegt:
Freitag, 18.07.25 – Di, 22.07.25: bis 24 Uhr
Freitag, 25.07.25: „Tanz auf dem Weinmarkt“ bis 0:30 Uhr
Samstag, 26.07.25 + Sonntag, 27.07.25 bis 24 Uhr
Am Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei sogenannte „Ruhetage“ in der Altstadt, damit auch 2025 eine friedliche Kinderzeche stattfinden kann. Des Weiteren wird die Bewirtung beim Zapfenstreich am Sonntag, 27.07.25 reduziert, damit die musikalischen Darbietungen der Knabenkapelle und die Tänze im Vordergrund stehen.
