Stadtwerke Dinkelsbühl beginnen am selben Tag mit den vorbereitenden Arbeiten.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Anfang Dezember in Berlin 16 baureife Neubauprojekte auf Bundesstraßen und sieben baureife Autobahnprojekte freigegeben. Der Koalitionsausschuss hat sich im Oktober darauf geeinigt, im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz bis 2029 drei Milliarden Euro zusätzlich für die Erhaltung der Brücken und Tunnel im Bundesfernstraßennetz zur Verfügung zu stellen. In Bayern umfasst das eine ganze Reihe von Vorhaben, darunter die Ortsumgehung Dinkelsbühl an der B 25. Ziel ist es, die Stadt vom Durchgangsverkehr – insbesondere vom Schwerlastverkehr – zu entlasten, die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern und Staub, Lärm und Abgase in der Altstadt zu reduzieren. Nach der heutigen Baufreigabe wurde umgehend mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen: „Ich glaube, wir sind die einzige Stadt, die am Tag der Baufreigabe schon mit der Maßnahme beginnt“, schmunzelt Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. Nach jahrzehntelangem Ringen, intensiven Debatten und juristischen Auseinandersetzungen ist der Rathauschef froh, dass es für die Ostumfahrung der B25 bei Dinkelsbühl endlich grünes Licht gibt. Die Stadtwerke Dinkelsbühl haben am Dienstag, den 2. Dezember, seit 14 Uhr mit der Freilegung der Leitungen begonnen, um festzustellen, wie tief dort befindliche Strom- und Wasserleitungen verlegt sind und ob sie verlegt werden müssen.
Ab Ende 2025 sollen die Baufenster freigelegt werden. Für 2026 sind der Neubau des Kreisverkehrs an der Staatsstraße, der Neubau der Brücke an der Mutschach und Trassenarbeiten geplant. 2027 sollen dann die Brücke Richtung Bechhofen und die restliche Trasse gebaut werden. Laut dem Oberbürgermeister wurde bereits seit Monaten akribisch auf diesen Moment hingearbeitet: „Nachdem die Klage des Bund Naturschutzes abgewiesen wurde, haben wir alles dafür gemacht, dass es sofort losgehen kann, wenn die Baufreigabe erteilt wird. Alles war perfekt vorbereitet.“ Ganz besonders möchte er dafür dem Staatlichen Bauamt danken. Von Beginn an habe die Behörde die Baumaßnahme stets vorangetrieben. „Ohne das Staatliche Bauamt als Top-Partner hätten wir heute keinen Baubeginn gehabt!“, ist Dr. Hammer sich sicher. Die Baumaßnahme soll rund 22 Millionen Euro kosten. „Allerdings hätte die Ostumfahrung vor der Klage des Bund Naturschutz rund 11 Millionen Euro gekostet. Jetzt ist der Bau doppelt so teuer“, ergänzt OB Dr. Christoph Hammer.



